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29.3. 2008: Gespräche im Schloss St. Peter in der Au

Doz. Schedl leitet über zu den Frauenklöstern in Wien


Aus ihrer Habilitationsschrift http://www.frauenkloester.de/bschedl.html: Bereits im 13. Jahrhundert existierten in Wien innerhalb der Befestigungsanlage vier Frauenkonvente, das Zisterzienserinnenkloster St. Niklas in der Singerstraße als Filialkloster der Niederlassung vor dem Stubentor (Wien I, Singerstraße 13-15/Grünangergasse 10-12), das Prämonstratenserinnenkloster St. Agnes in der Himmelpforte (Wien I, Rauhensteingasse 3-7/Himmelpfortgasse 7), das Augustiner Chorfrauenstift St. Jakob auf der Hülben (Wien I, Riemergasse 7/Zedlitzgasse 2-4) und das Dominikanerinnenkloster St. Laurenz am Fleischmarkt (Wien I, Fleischmarkt 19/Laurenzerberg 1). Zwei weitere Niederlassungen waren in unmittelbarer Nähe zur Stadtmauer angesiedelt: Das Zisterzienserinnenkloster St. Niklas vor dem Stubentor (Wien III, Bereich Salm- und Rasumofksygasse) als Mutterkloster der Niederlassung in der Singerstraße und das Maria Magdalenakloster vor dem Schottentor (Wien IX, Bereich Währinger Straße - Hörlgasse - Kolingasse). Im Verlauf des 14. Jahrhunderts kamen zwei weitere Niederlassungen dazu. Das Clarissenkloster St. Clara (Wien I, Lobkowitzplatz 1/Kärntner Straße 28-32) und das Büßerinnenhaus St. Hieronymus (anstelle des heutigen Franziskanerklosters in Wien I, Franziskanerplatz 4).

Die heute gänzlich aus dem Stadtbild verschwundenen Frauenkonvente standen im mittelalterlichen Wien auf engstem Raum nebeneinander; bis auf das Clarissenkloster befanden sich alle Frauenkonvente östlich der Kärntnerstraße.

Trotz der bedauerlichen Verluste lassen sich Bau und Ausstattung der Wiener Frauenkonvente aufgrund von Bildquellen, historischen Plänen, und Fotografien, Grabungsbefunden zu einem guten Teil rekonstruieren. Von unschätzbaren Wert sind sorgfältige Beschreibungen von Zeitgenossen und Schriftquellen zu Schenkungen bzw. Ausstattungsstücken.

Das vorrangige Ziel der Forschungsarbeit ist es, diese Bauten nach kunsthistorischen Aspekten zu bearbeiten. Dabei ist an folgende Schwerpunkte gedacht:

  • erste Niederlassungen und Topographie der Klosteranlagen im Stadtgebiet

  • Architektur, Raumdisposition und bautypologische Einordnung der Klosterkirchen

  • Ausstattungselemente der Klosterkirchen

  • Abriss bzw. Katalog zu den Klosteranlagen